Stadt Augsburg Stadtarchiv Augsburg
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23.04.2018

Veranstaltungen 2013

Maximilianstraße mit dem Hotel Drei Mohren. Kupferstich von Franz-Friedrich Edelwirth, um 1835 (StadtAA, FS GF, Nr. 590, Fotoabzug).
Maximilianstraße mit dem Hotel Drei Mohren. Kupferstich von Franz-Friedrich Edelwirth, um 1835 (StadtAA, FS GF, Nr. 590, Fotoabzug).

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Mittwoch, 31. Juli 2013, 19.30 Uhr
Hotel „Steigenberger Drei Mohren“, Maximilianstraße 40,
86150 Augsburg

Dr. Thomas Wiercinski

Das „Drei Mohren“ Augsburg 1344–2013.
Von der Fürstenherberge zum modernen Grandhotel – Herberge für Kaiser, Künstler und Luftschiffer

Im Jahr 1841 stufte das Allgemeine Bad- und Gasthofslexicon das „Drei Mohren“ als „vielleicht den ersten Gasthof Europa’s“ ein. Berühmt und exzellent war dessen Küche, legendär der Weinkeller, grandios seine Kunstsammlung. Das traditionsreiche Haus mit seiner wechselvollen Geschichte hat schon immer unzählige bedeutende internationale Gäste, Könige und Kaiser, Musiker und Schriftsteller, beherbergt. Die Gäste wie der Hotelbau selbst spiegeln den historischen und gesellschaftlichen Wandel wider. Mit seiner repräsentativen Barockfassade 1722 als Herberge für den hohen und höchsten Adel konzipiert, wird das „Drei Mohren“ im 19. Jh. zu einem gründerzeitlichen Grandhotel erweitert, nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wieder zu einem modernen Hotel für die Geschäftswelt aufgebaut. Dabei prägten die Besitzer ihr Haus oft entscheidend. Schon immer war das „Drei Mohren“ eine Institution in Augsburg und zugleich gesellschaftlicher Mittelpunkt der Stadt, etwa mit traditionellen Neujahrs- oder Faschingsbällen und in den „Goldenen Zwanzigern“ sogar mit einem Kabarett.

Dr. Thomas Wiercinski promovierte an der Universität des Saarlandes über den Maler Wilhelm Leibl. Neben der Tätigkeit als freier Kunsthistoriker und insbesondere als Ausstellungskurator sind v. a. seine Publikationen zur Kunst- und Kulturgeschichte Süd- und Südwestdeutschlands hervorzuheben.

Veranstaltung in Kooperation mit:

 

 

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