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23.04.2018

Veranstaltungen 2011

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Mittwoch, 13. April 2011, 19.30 Uhr
Riegele Biermanufaktur, Frölichstraße 26, 86150 Augsburg

Daniela Kraus M. A.

Volksheld oder Serienstraftäter?

Der Bayerische Hiasl im Spiegel frühneuzeitlicher Medienberichterstattung Im 18. Jahrhundert galt Wilderei nicht nur als Eigentumsdelikt, sondern auch als Verletzung landesherrlicher Hoheitsrechte, die entsprechend streng bestraft wurde. Dennoch war eine Eindämmung der Wilderei kaum zu erreichen, da die strenge Gesetzgebung keinen Rückhalt in der Landbevölkerung hatte.

Wilderer fanden nicht selten Unterstützung durch die Bauern, die bis zur offenen Verehrung ausarten konnte. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Bayerische Hiasl, der 1771 in Dillingen hingerichtet wurde und bis heute als Volksheld bekannt ist. Bereits die zeitgenössische Medienberichterstattung lässt eine deutliche Tendenz zur Romantisierung des Bayerischen Hiasl erkennen. Sie spiegelt aber auch den Autoritätsverlust der Obrigkeit wider, da Hiasl sich lange Zeit einer Gefangennahme zu entziehen vermochte.

Daniela Kraus M. A. ist Doktorandin am Lehrstuhl für „Europäische Kulturgeschichte“ der Universität Augsburg. Ihre Dissertation beschäftigt sich mit Kriminaldarstellungen in frühneuzeitlichen Medien. 

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