Stadt Augsburg Stadtarchiv Augsburg
L o g o
15.12.2018

Adelmann von Adelmannsfelden, Schwäbisches Reichsrittergeschlecht

Bernhard

* 1457/59, † 16.12.1523 Eichstätt, Kanoniker, Humanist. Der Eichstätter Domherr studierte 1472 in Heidelberg, 1476 in Basel, 1481/82 in Ferrara und Rom. 1484 residierte er in Eichstätt, 1486/87 Stiftsherr in Ellwangen, ab 1498 in A. Domherr und Propst von St. Gertrud; Mitglied der Sodalitas Litteraria Augustana. Im Reuchlinschen Streit trat er auf die Seite seines Basler Lehrers. Seine offene Sympathie für M. Luther führte 1519 zur Behauptung J. Ecks, kaum jemand in A. halte noch zu Luther, mit Ausnahme von einigen ungelehrten Domherren („canonici indocti“), womit er auf die Brüder A.v.A. anspielte. Diese stifteten daraufhin den A.er Domprediger J. Oecolampad zu einer bissigen Antwort an. Eck rächte sich ein Jahr später, indem er hs. den Namen B.s in die Bannandrohungsbulle „Exsurge Domine“ einfügte. Dieser erreichte aber noch 1520 die Aufhebung des Banns. Starb als Anhänger der römischen Kirche. 

Konrad

* 8.9.1462 Neubronn (?), † 6.2.1547 Dillingen, Kanoniker, Humanist. Bruder von 1). Vor 1473 Domherr in Eichstätt. Studium in Heidelberg (1473), Basel (1476), Ferrara (1481), Tübingen (1483) und Ingolstadt (1486). 1488-1496 Stiftsherr in Ellwangen. 1492 mit seinem Bruder Bernhard in England, um Kg. Heinrich VII. Reliquien der A.er Bistumsheiligen zu überbringen. Seit 1502 Domherr, ab 1517 Dom-Cellerar in A. Verkehrte im Kreis der Sodalitas Litteraria Augustana, stand in Briefkontakt mit V. Bild, Johannes Reuchlin und Georg Spalatin. Anfangs Anhänger Luthers, stand er nach 1520 treu zur Alten Kirche und mußte 1537, nach Einführung der Reformation, zusammen mit dem gesamten Klerus A. verlassen und nach Dillingen ausweichen. Hrsg. eines Berichts über den Reichstag von 1518, der ma. Dichtung „Ligurinus“ (1507) und einer Schrift über die Türken (1525). 1525-1528 vorübergehend nochmals Kanoniker in Eichstätt. 

Johann Christoph

* 23.6.1640, † 28.8.1687 Ellwangen, Domdekan. 1655 Stiftsherr in Ellwangen und Domherr in A. Studium in Dillingen und Ingolstadt. 1666 Propst in Ellwangen, wo er mit Hilfe der Jesuiten die Rekatholisierung förderte. Seit 1671 auch Domdekan in A.

Franz Xaver,Reichsfreiherr

* 1.7.1721 Schloß Hohenstadt (Ellwangen), † 17.10.1787 A., Weihbf., Generalvikar. 1739 Domkanoniker in A., 1747 Priesterweihe. 1750 Promotion zum Dr. iur. utr. in Salzburg. 1750-1779 Weihbf. von A., Titular-Bf. von Mactarit. 1757-1759 Generalvikar von A. Außerdem u.a. Propst von Hl. Kreuz in Schwäbisch Gmünd (1766) und St. Gertrud in A. (1777-1787). Konsekrierte mehr als 65 Kirchen