Stadt Augsburg Stadtarchiv Augsburg
L o g o
20.04.2018

Drentwett Goldschmiedefamilie

Eine der bekanntesten und verzweigtesten A.er Goldschmiedefamilien. 

Balduin

* 1545, † 1627 A., Goldschmied, Medailleur. Aus Friesland stammend, Ahnherr der Goldschmiedefamilie. Kam wohl mit seinem Meister Andreas Attemstett (Altenstedt) vor 1576 nach A. Der bedeutendste A.er Porträtmedailleur der Zeit vor dem 30jährigen Krieg war auch in Baden und für Pfalz-Neuburg tätig, als Schwiegersohn des Rektors des Gymnasiums bei St. Anna, S. Birck, bes. häufig für die führenden Mitglieder der prot. Gemeinde. 1603 lieferte er an den bayerischen Hof Goldschmiedearbeit.

Abraham (II)

* 1647 A., † 1729 A., Goldschmied, Wachsbossierer, Zeichner für Stichvorlagen. Lehre bei seinem Vater Abraham (I). Meister um 1675. Schuf anspruchsvolles Kirchensilber (z.B. für ev. St. Ulrich in A. und den Dom zu Breslau) und repräsentative profane Werke für viele dt. Fürstenhöfe (z.B. Spiegelrahmen im Moskauer Kreml, einen heute in der Münchner Residenz aufbewahrten Lüster). Großen Raum nahm in seinem Schaffen die Silberplastik kleineren Formats ein (Kassel, München). In späteren Jahren wandte er sich ganz der Wachsplastik zu. 12 Reliefs sind in verschiedenen Sammlungen (Pommersfelden, Gotha, Braunschweig, A.) erhalten. Daneben auch als Zeichner für Kupferstecher tätig. Von ihm stammte der Entwurf zum Antependiumsrelief der Taufe Christi in ev. St. Ulrich, das A. Biller in Silber getrieben hat.