Stadt Augsburg Stadtarchiv Augsburg
L o g o
20.04.2018

Euler-Chelpin, Hans Karl (August Simon) von

* 15.2.1873 A., † 7.11.1964 Stockholm, Chemiker. Sohn eines Generals. Besuch der kgl. Realschule in A. (Holbein-Gymnasium). 1891 zunächst Kunststudium an der Münchner Kunstakad. Seit 1893 Studium der Chemie in München und später in Berlin (Promotion 1895). Wiss. Mitarbeiter in Göttingen und Stockholm, dort 1899 Habilitation und Privatdozent. Nahm 1902 die schwedische Staatsbürgerschaft an. 1906 Ordinarius für Allg. und Organische Chemie an der Univ. Stockholm. Während des Ersten Weltkriegs Dienst im dt. Heer. 1922 Mitglied, 1943 Ehrenmitglied der Dt. Gesellschaft der Naturforscher (Leopoldina). 1929 Direktor des Instituts für Vitamine und Biochemie der Univ. Stockholm. 1941 Emeritierung. Während des Zweiten Weltkriegs in diplomatischer Mission für Dtld. tätig. 1929 (mit A. Harder) Nobelpreis für Chemie für die Erforschung der alkoholischen Gärung von Kohlehydraten und die Rolle der dabei beteiligten Enzyme. Befaßte sich mit fast allen Bereichen der Chemie; so gelang es ihm u.a., die Zusammenhänge zwischen verschiedenen Stoffgruppen, wie etwa Vitaminen, Hormonen, Enzymen, Antikörpern, Genen und Viren zu klären. Widmete sich nach seiner Emeritierung v.a. der Krebsforschung.